Gebläsehalle Bochum
Der Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation wurde 1842 von Jacob Mayer und Eduard Kühne gegründet und stellte zunächst Gussstahlglocken nach einem eigenen Patent von 1852 her.
In den 1960er Jahren wurde das Unternehmen vom Krupp-Konzern übernommen. Kurz darauf wurde die Produktion von Glocken eingestellt, weil die Nachfrage nach Glocken aus Stahl in der Nachkriegszeit massiv eingebrochen war. Gleichwohl wurden Bochumer Glocken auch an exponierten Stellen verwendet, das bekannteste Beispiel dürften die vier “Friedensglocken” in Hiroshima sein. Wie bei Übernahmen in dieser Größenordnung üblich wurden umfangreiche Rationalisierungen durchgeführt, denen wenig später die Roheisenerzeugung durch Hochöfen am Standort Bochum zum Opfer fiel. Heute wird auf dem Gelände unter dem Namen Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH Radsätze z.B. für den ICE Hergestellt.